Wer schon einmal eine Pizza selbst gemacht hat, kennt das Problem: Der Teig klebt an der Arbeitsfläche oder bleibt auf der Pizzaschaufel hängen. Die Lösung ist oft einfacher als gedacht – das richtige Mehl zum Formen der Pizza.
Doch welches Mehl eignet sich am besten? Typ 00, Semola, Knöpflimehl, Reismehl oder Maismehl? Jede Mehlsorte hat ihre eigenen Vorteile. In diesem Beitrag erfährst du, welches Mehl sich für welche Pizza eignet und warum ich persönlich am liebsten eine Mischung aus Semola und Maismehl verwende.
Typ 00 – der Klassiker für Pizza
Typ-00-Mehl ist das klassische italienische Pizzamehl. Es wird nicht nur für den Pizzateig verwendet, sondern eignet sich auch hervorragend zum Formen der Pizza.
Da es sehr fein gemahlen ist, lässt sich der Teig angenehm ausziehen. Gleichzeitig bleibt etwas mehr Mehl am Teig haften als bei gröberen Mehlsorten.
Vorteile:
- Bewährter Klassiker
- Angenehmes Handling
- Neutraler Geschmack
Ideal für: Neapolitanische Pizza und Hobby-Pizzabäcker.
Semola Rimacinata – der Favorit vieler Pizzaioli
Semola Rimacinata ist doppelt gemahlener Hartweizengriess und gehört in vielen italienischen Pizzerien zum Standard. Die gröbere Struktur sorgt dafür, dass der Pizzateig besonders leicht über die Arbeitsfläche und die Pizzaschaufel gleitet.
Zusätzlich entsteht nach dem Backen eine angenehm knusprige Unterseite.
Vorteile:
- Sehr gute Antihaft-Eigenschaften
- Knuspriger Pizzaboden
- Weniger Risiko, dass die Pizza auf der Schaufel kleben bleibt
Tipp: Überschüssige Semola vor dem Backen leicht abschütteln, damit sie im Ofen nicht verbrennt.
Knöpflimehl – die Schweizer Alternative zu Semola
Knöpflimehl ist in der Schweiz eine beliebte Alternative zu Semola. Durch seine etwas gröbere Struktur eignet es sich ebenfalls gut zum Formen von Pizza und sorgt dafür, dass der Teig leichter über die Arbeitsfläche gleitet.
Wer nicht extra italienische Semola kaufen möchte, findet im Knöpflimehl eine preiswerte und leicht erhältliche Alternative.
Vorteile:
- In fast jedem Schweizer Supermarkt erhältlich
- Gute Gleiteigenschaften
- Ideal für Pizza und Focaccia
Reismehl – perfekt für glutenfreie Pizza
Reismehl wird häufig für glutenfreie Pizza verwendet, eignet sich aber auch für klassische Pizzateige.
Da es kaum Feuchtigkeit aufnimmt, verhindert es zuverlässig das Ankleben des Teigs. Zudem verbrennt es langsamer als Weizenmehl.
Vorteile:
- Ideal für glutenfreie Pizza
- Sehr gute Antihaft-Eigenschaften
- Neutraler Geschmack
Maismehl – für extra Knusprigkeit
Feines Maismehl eignet sich ebenfalls hervorragend zum Formen der Pizza. Es sorgt dafür, dass der Teig leicht über die Arbeitsfläche und die Pizzaschaufel gleitet und verleiht dem Pizzaboden eine besonders knusprige Textur sowie eine feine Röstaromatik.
Da Maismehl nur wenig Feuchtigkeit aufnimmt, bleibt es grösstenteils an der Oberfläche des Teigs und trägt zu einer rustikalen Kruste bei. Wichtig ist jedoch, es sparsam zu verwenden, damit überschüssiges Mehl im Ofen nicht verbrennt.
Vorteile:
- Besonders knuspriger Pizzaboden
- Leichte Röstaromen
- Gute Antihaft-Eigenschaften
- Ideal für rustikale Pizzen
Mein Favorit: Semola und Maismehl
Am besten bewährt hat sich für mich eine Mischung aus zwei Dritteln Semola Rimacinata und einem Drittel feinem Maismehl.
Die Semola sorgt dafür, dass der Teig mühelos über die Arbeitsfläche und die Pizzaschaufel gleitet. Das Maismehl bringt zusätzliche Knusprigkeit und eine feine Röstaromatik mit. Für mich vereint diese Kombination die besten Eigenschaften beider Mehlsorten und sorgt für einen perfekt gebackenen Pizzaboden.
Fazit: Welches Mehl eignet sich am besten zum Formen der Pizza?
Die perfekte Wahl hängt von deinen Vorlieben und deinem Pizzastil ab.
- Typ 00: Der klassische Allrounder.
- Semola Rimacinata: Die erste Wahl für authentische italienische Pizza.
- Knöpflimehl: Die praktische Schweizer Alternative.
- Reismehl: Optimal für glutenfreie Pizza.
- Maismehl: Ideal für besonders knusprige Pizza mit feiner Röstaromatik.
Mein persönlicher Favorit ist eine Mischung aus ca. zwei Dritteln Semola und einem Drittel feinem Maismehl. So profitiere ich von den hervorragenden Gleiteigenschaften der Semola und der zusätzlichen Knusprigkeit des Maismehls.
Mein Tipp: Probiere die verschiedenen Mehlsorten – und auch Kombinationen – selbst aus. Schon kleine Unterschiede beim Formen können das Backergebnis sichtbar verbessern. Oft sind es genau diese Details, die den Unterschied zwischen einer guten und einer hervorragenden Pizza ausmachen.