Mozzarella ist der Klassiker auf jeder Pizza. Doch die italienische Käsekultur hat weit mehr zu bieten. Ob cremig, würzig, geräuchert oder intensiv – jede Käsesorte bringt ihren eigenen Charakter mit und verleiht der Pizza ein ganz besonderes Aroma.
In diesem Beitrag stelle ich die beliebtesten italienischen Käsesorten für Pizza vor und zeige, wofür sie sich am besten eignen.
Fior di Latte – der Klassiker für Pizza
Fior di Latte ist die erste Wahl für eine authentische Pizza. Der frische Pasta-filata-Käse wird aus Kuhmilch hergestellt und überzeugt durch seinen milden Geschmack sowie seinen hervorragenden Schmelz.
Für Pizza wird meist ein spezieller Fior di Latte mit reduziertem Wassergehalt verwendet. Dadurch bleibt der Pizzaboden knusprig und es entsteht keine überschüssige Feuchtigkeit.
Passt besonders gut zu:
- Margherita
- Prosciutto
- Salami
- Funghi
- Pizza Contemporanea
Mozzarella di Bufala Campana DOP
Die Mozzarella di Bufala Campana DOP wird ausschliesslich aus Büffelmilch hergestellt und besitzt ein besonders cremiges Aroma.
Durch ihren hohen Wassergehalt eignet sie sich weniger zum langen Mitbacken. Am besten wird sie gut abgetropft und erst gegen Ende der Backzeit oder unmittelbar danach auf die Pizza gegeben.
Passt besonders gut zu:
- Margherita
- Prosciutto Crudo
- Tomaten
- Basilikum
Gorgonzola DOP
Gorgonzola gehört zu den bekanntesten Blauschimmelkäsen Italiens.
Je nach Reifegrad gibt es ihn in einer milden (Dolce) oder kräftigen (Piccante) Variante. Sein intensiver Geschmack macht ihn zu einer idealen Zutat für besondere Pizzakreationen.
Da bereits kleine Mengen genügen, wird Gorgonzola meist sparsam verwendet.
Passt besonders gut zu:
- Birne
- Walnüsse
- Speck
- Zwiebeln
- Spinat
Stracchino
Stracchino ist ein junger, cremiger Frischkäse aus der Lombardei.
Seine weiche Konsistenz sorgt für eine besonders cremige Pizza und harmoniert hervorragend mit frischem Gemüse oder luftgetrocknetem Schinken.
Da Stracchino nur kurz reift, besitzt er einen angenehm milden Geschmack.
Passt besonders gut zu:
- Rucola
- Prosciutto Crudo
- Cherry-Tomaten
- Zucchini
Provola Affumicata
Geräucherter Provola zählt zu meinen persönlichen Favoriten.
Durch das Räuchern erhält der Käse ein fein rauchiges Aroma, das besonders gut mit herzhaften Zutaten harmoniert.
Im Ofen schmilzt Provola hervorragend und entwickelt einen intensiven Geschmack, ohne dominant zu wirken.
Passt besonders gut zu:
- Salsiccia
- Steinpilze
- Auberginen
- Paprika
- Pizza Bianca
Taleggio DOP
Taleggio gehört zu den ältesten Käsesorten Italiens. Bereits im 13. Jahrhundert wurde er in Handels- und Buchhaltungsunterlagen erwähnt. Seine Ursprünge liegen im Val Taleggio in der Lombardei.
Der aus Kuhvollmilch hergestellte Weichkäse reift mehrere Wochen und wird während dieser Zeit regelmässig mit Salzlake gewaschen. Dadurch entwickelt er seine charakteristische orangefarbene Rinde und sein unverwechselbares Aroma.
Trotz seines kräftigen Duftes überrascht Taleggio mit einem angenehm milden, buttrigen und leicht fruchtigen Geschmack. Im Ofen schmilzt er wunderbar cremig und eignet sich hervorragend für aussergewöhnliche Pizzakreationen.
Passt besonders gut zu:
- Birne
- Walnüsse
- Steinpilze
- Salsiccia
- Pancetta
- Trüffel
Welcher Käse eignet sich am besten für Pizza?
Einen eindeutigen Sieger gibt es nicht – jede Käsesorte bringt ihren eigenen Charakter mit.
- Fior di Latte ist der Klassiker für nahezu jede Pizza.
- Mozzarella di Bufala überzeugt mit besonderer Cremigkeit und wird idealerweise erst kurz vor Ende der Backzeit verwendet.
- Gorgonzola sorgt für intensive Würze.
- Stracchino macht die Pizza besonders cremig.
- Provola Affumicata bringt feine Rauchnoten.
- Taleggio verleiht der Pizza eine elegante, aromatische Tiefe.
Fazit
Die Wahl des Käses beeinflusst den Geschmack einer Pizza oft stärker als der Belag selbst.
Während Fior di Latte die ideale Grundlage für klassische Pizzen bildet, eröffnen Taleggio, Provola, Gorgonzola oder Stracchino unzählige Möglichkeiten für kreative Kombinationen.
Mein Tipp: Verwende nicht zu viele verschiedene Käsesorten gleichzeitig. Zwei gut aufeinander abgestimmte Käse bringen meist mehr Geschmack und eine bessere Balance als eine überladene Mischung. So kommen sowohl der Teig als auch die übrigen Zutaten optimal zur Geltung.