Wer an Pizza denkt, hat meist sofort die klassische rote Tomatensauce im Kopf. Doch in der Welt der Pizze Gourmet, Pizza in Teglia und eleganten Pizze Bianche gibt es einen wahren Geheimtipp, der für unglaubliche Geschmacks-Explosionen sorgt: Pesto!
Ein selbstgemachtes Pesto bringt nicht nur frische Farben auf deinen Pizzateig, sondern verleiht durch Nüsse, hochwertiges Olivenöl und Hartkäse eine herrliche Cremigkeit und Komplexität. Das Beste daran: Pesto lässt sich hervorragend mit luftigen Krusten, zartschmelzendem Fior di Latte oder feinsten Zutaten wie Burrata und Mortadella kombinieren.
Wir stellen dir 4 Pesto-Klassiker und -Variationen vor und zeigen dir genau, wie du sie am besten auf deiner Pizza einsetzt!
Der Überblick: Die 4 Pesto-Varianten auf der Pizza
| Pesto | Charakter | Hauptzutaten | Ideal für folgenden Pizzastil & Belag |
| Pesto al Basilico | Klassisch, aromatisch & kräutrig | Frischer Basilikum, Pinienkerne, Parmigiano, Knoblauch, Olivenöl | Pizza Bianca mit Fior di Latte, Burrata & Kirschtomaten |
| Pesto di Zucchetti | Mild, cremig & leicht | Zucchetti, Mandeln, Parmigiano, Olivenöl | Pizza in Teglia mit Pancetta oder mildem Ziegenkäse |
| Pesto di Limone | Frisch, spritzig & sommerlich | Zitronenabrieb, Mandeln, Parmigiano, Olivenöl | Pizza Bianca mit Salsiccia, Ricotta oder Lachs |
| Pesto di Fave | Herzhaft, nussig & mediterran | Frische dicke Bohnen (Fave), Pecorino, Mandeln, Olivenöl | Gourmet-Pizza mit Guanciale oder würzigem Käse |
Die 4 Pesto-Rezepte im Pizza-Detail
1. Pesto al Basilico – Der unverzichtbare Klassiker
Der König unter den Pestos! Die feine Kombination aus frischem Basilikum, gerösteten Pinienkernen, feinem Parmigiano Reggiano und nativem Olivenöl Extra bringt das italienische Sommergefühl direkt auf deine Pizza.
Rezeptur: 50 g Basilikum, 30 g Pinienkerne, 50 g Parmigiano, 1 Knoblauchzehe, 100 ml Olivenöl.
Pizza-Tipp: Gehört nach dem Backen als kaltes Finisher-Topping auf eine Pizza Bianca mit geschmolzenem Fior di Latte. Perfekt kombiniert mit frischer Burrata, halbierten Datteltomaten oder ein paar Scheiben Mortadella!
2. Pesto di Zucchetti – Mild, samtig & wunderbar cremig
Pesto muss nicht immer aus Kraut bestehen. Zucchetti bringen eine feine, leicht süssliche Milde mit, die mit gerösteten Mandeln statt Pinienkernen perfekt harmonisiert.
Rezeptur: 2 Zucchetti (roh oder kurz angedünstet), 30 g Mandeln, 40 g Parmigiano, 80 ml Olivenöl.
Pizza-Tipp: Passt hervorragend als helle Basis für eine knusprige Pizza in Teglia alla Romana. Kombiniere dieses Pesto mit würziger Pancetta, Burrata oder etwas mildem Ziegenkäse, um einen tollen Geschmacks-Kontrast zu erzeugen.
3. Pesto di Limone – Der frische Sommerkick
Zitrone auf der Pizza? Absolute Empfehlung für alle, die das Besondere suchen! Die ätherischen Öle der Zitronenschale verleihen der Pizza eine unglaubliche Frische, ohne dass der Teig durch Fruchtsäure aufweicht.
Rezeptur: Abrieb von 2 Bio-Zitronen, 40 g Mandeln, 50 g Parmigiano, 80 ml Olivenöl.
Pizza-Tipp: Verwende dieses Pesto sparsam als Löffeltupfen nach dem Backen. Es passt spektakulär gut zu einer Basis aus Fior di Latte mit würziger Salsiccia, cremiger Ricotta oder edlem Räucherlachs.
4. Pesto di Fave – Herzhafter Genuss mit Tradition
Dicke Bohnen (Fave) sind in Mittel- und Süditalien extrem beliebt. In Kombination mit kräftigem Pecorino anstelle von Parmigiano entsteht ein rustikales, sattes Pesto mit wunderschöner hellgrüner Farbe.
Rezeptur: 200 g frische dicke Bohnen (blanchiert), 40 g Pecorino, 30 g Mandeln, 80 ml Olivenöl.
Pizza-Tipp: Perfekt für luftige, lang fermentierte Teige! Die deftige Note von Pecorino und Bohnen verlangt nach knusprig angebratenem Guanciale oder scharfem Provolone als Gegenspieler.
Fazit: Wichtige Profi-Tipps für Pesto auf der Pizza
Damit dein Pesto auf dem Pizzateig seine leuchtende Farbe und sein volles Aroma behält, solltest du zwei wichtige Grundregeln beachten:
Erst nach dem Backen auftragen (Finishing): Hitze im Pizzaofen (egal ob bei 450 °C oder im Haushaltsbackofen) zerstört die empfindlichen Aromen von Basilikum und Zitronenabrieb und lässt das Pesto dunkel und bitter werden. Gib das Pesto am besten direkt nach dem Ausbacken in feinen Klecksen auf die heiße Pizza.
Die richtige Konsistenz: Für die Pizza darf das Pesto ruhig etwas dickflüssiger und cremiger sein als für Pasta. So verläuft es nicht unkontrolliert auf dem Teig und sorgt für wunderschöne optische Highlights auf den blasigen Randstrukturen (mille bolle).
Welche Pesto-Variante wird dein nächstes Experiment am Pizzaofen? Probier es aus und hebe deine Pizza-Kreationen auf das nächste Level!