Hast du nach einer Pizzasession noch einen Restballen im Kühlschrank übrig? Wirf ihn auf keinen Fall weg! In der italienischen Backtradition gibt es dafür eine fantastische Veredelungsmethode: Pasta di Riporto (wörtlich übersetzt: „mitgebrachter Teig“).
Was früher aus Spargründen entstand, ist heute ein gezieltes Werkzeug für mehr Geschmackstiefe, eine wunderbare Krustenfärbung und eine unverwechselbare Note.
Hier erfährst du, wie du alten Pizzateig richtig wiederverwertest und worauf du bei der Verarbeitung achten musst.
Was ist Pasta di Riporto eigentlich?
Pasta di Riporto – oft auch als Criscito bezeichnet – ist im Grunde nichts anderes als ein Stück gereifter Vorteig aus einer früheren Teigcharge. Da der Teig meist bereits Salz und Hefe enthält und über viele Stunden (oder Tage) reifen konnte, hat er eine feine enzymatische Aktivität und eine leichte Säure entwickelt. Wird dieses Teigstück in einen frischen Hauptteig eingearbeitet, sorgt es für:- Komplexeres Aroma: Eine feine, angenehme Säurenote und tiefere Getreidearomen.
- Bessere Bräunung: Durch den enzymatischen Abbau stehen der Hefe und der Hitze im Ofen mehr Einfachzucker zur Verfügung (Maillard-Reaktion).
- Stabile Krume: Der Teig gewinnt an Struktur und Dehnbarkeit.